Chirurgische Zahnmedizin

Simulationsmodell – oralchirurgische Eingriffe

Reproduzierbares Übungsmodell zum Trainieren chirurgischer Grundfertigkeiten in der Zahnmedizin – entwickelt, um eine faire Lehre für alle zu schaffen.

Simulationsmodell des Mundraums mit Zähnen, Zunge und Weichgewebe in einer Metallhalterung

Warum? Wofür?

Wie kann chirurgische Ausbildung standardisiert, reproduzierbar und für alle Lernenden fair gestaltet werden?

Die praktische Ausbildung ist häufig von Faktoren abhängig, die nur begrenzt beeinflussbar sind – etwa von der verfügbaren Lehrperson, der vorbereiteten Übung oder den jeweils verfügbaren Patienten und Indikationen. Dadurch bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, bestimmte operative Eingriffe praktisch zu erlernen und zu trainieren.

Ansatz dieser Modelle: Die entwickelten Modelle ermöglichen die standardisierte und wiederholbare Simulation definierter chirurgischer Eingriffe – unabhängig von Patientenaufkommen, Lehrperson und klinischer Verfügbarkeit.

Detailaufnahme einer Zahnsituation am Modell
Detailaufnahme am Modell

Möglichkeiten

Das vorgestellte Modell bildet die Anatomie des Mundraums realitätsnah ab und verbindet nahezu alle zahnärztlich-chirurgischen Eingriffe in einem Modell.

Durch die verschiedenen Knochen- und Weichgewebestrukturen wie Nervengewebe, Perineurium, Periost und unterschiedliche Formen der Mundschleimhaut können operative Eingriffe unter realitätsnahen und standardisierten Bedingungen trainiert und gelehrt werden.

Simulierbare Eingriffe

  • Zahnextraktionen
  • Implantationen
  • Frontzahntraumata
  • Zystektomien
  • Entfernung verlagerter Zähne
  • Speichelsteinentfernung

Eingriffe mit Play-Symbol enthalten ein Video: einfach antippen.

Herstellung

Die Modelle werden im PolyJet-3D-Druckverfahren mit dem J5 Digital Anatomy™ Drucker von Stratasys hergestellt. Eine Besonderheit ist die runde Druckplattform, die eine effiziente Fertigung ermöglicht.

Für die Herstellung stehen fünf Basismaterialien zur Verfügung, die je nach Indikation und darzustellender anatomischer Struktur individuell kombiniert werden können. Dadurch lassen sich unterschiedliche Materialeigenschaften und Gewebestrukturen realitätsnah abbilden.

Nach Abschluss des Druckvorgangs wird die Stützstruktur mittels Hochdruckwasserstrahl entfernt. Anschließend sind die Modelle unmittelbar für den Einsatz im Skills Lab bereit.

Das Design und die digitale Entwicklung erfolgten mithilfe der Open-Source-Software Blender.

Einsatz in der Lehre

Eine verkleinerte Version der Modelle wurde bereits mehrfach im Rahmen von Staatsexamina eingesetzt. Unter anderem dienten sie der Prüfung praktischer Kompetenzen bei der Durchführung von Molarenextraktionen. Darüber hinaus finden die Modelle mittlerweile in der zahnärztlich-chirurgischen Ausbildung Anwendung und ermöglichen dort realitätsnahes Training verschiedener operativer Fertigkeiten.

Kooperation

Erste Kooperationen zur Weiterentwicklung der 3D-gedruckten Ausbildungsmodelle gibt es bereits mit der Viszeralchirurgie und mit dem Fachbereich der HNO.

Bilder und Videos

Das Modell im Einsatz und der Weg von der digitalen Konstruktion zum fertigen Übungsmodell.

Video von YouTube

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Beschreibung folgt